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Pfarrer Johannes Scholl

Ein Pfarrer macht Besuche im Krankenhaus. Dabei kommt  er mit einem ägyptischen Studenten ins Gespräch.  Als der Pfarrer ihn fragt, wie lange er schon in Deutschland sei, überlegt der Fremde kurz und sagt: „Ich kam im vorigen Jahr nach Deutschland, zu der Zeit als hier das Hasenfest gefeiert wurde.“ Die Mitpatienten horchten im Zimmer auf: „Das Hasenfest?“ Dann lachten sie alle. „Ach, er meint Ostern.“

Osterhase und  Ostereier sind Symbole, die auf den Sinn von Ostern hinweisen wollen. Sie laufen aber auch Gefahr sich zu verselbstständigen.
Der Evangelist Markus schreibt; „Ganz früh am Sonntagmorgen, als die Sonne gerade aufging, kamen sie zum Grabe. Sie fanden aber das Grab leer und ein Engel sagte ihnen: „Er ist auferstanden! Die Frauen am leeren Grab erfasste Furcht und Schrecken.“
Wenn nicht einmal der Tod verlässlich ist, worauf soll man sich dann noch verlassen können?
„Mit dem Tod ist alles aus!“ Das stand bis dahin fest. Nun ist der Tod kein Endpunkt mehr, sondern ein Doppelpunkt: Nicht der Tod hat das letzte Wort über unser Leben, sondern Gott.

„Uns allen blüht der Tod“ sagt der Volksmund. Das klingt wie die Androhung einer Strafe. Österlich verstanden bedeutet es: Wir verwelken nicht im Tod, sondern erblühen zum neuen Leben bei Gott.

Johannes Scholl

Letzte Änderung am 06.05.2012, Autor: Pfarrer Thomas Braun, Kontakt siehe Pfarramt